Benefizkonzert in Luzern zugunsten des „Paradiesgässli“

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Gerne weise ich heute auf das Benefizkonzert am 07.06.2015  in Luzern (Schweiz) hin, das auf Initiative der Ritaschwestern Luzern in der Franziskanerkirche, zugunsten des „Paradiesgässli“ stattfindet. Der Erlös des Konzerts kommt suchtbetroffenen Familien und insbesondere deren Kindern zugute.

Duopoli wird gemeinsam mit dem Luzerner Organisten Franz Schaffner  das Programm ¡caramba! una carambola präsentieren, das klassische Werke großer Meister mit bekannten Melodien spanischer Traditionalisten verbindet.

Natürlich freuen wir Musiker, die fleißigen Mitarbeiter des Paradiesgässli, die Ritaschwestern und natürlich nicht zuletzt die Kinder und deren Familien sich über viele Konzertbesucher. Wer spenden will, darf das gerne tun (siehe Flyer)

Folgendes Programm wird  präsentiert:

Trompete: Karlheinz Höflich
Saxophon: Sonja Höflich
Orgel: Franz Schaffner

Programm für Benefizkonzert in Luzern
Programm für Benefizkonzert in Luzern

Wie duopoli zu seinem Namen kam

Als wir im Jahr 2007 mit unserem Duo-Projekt starteten nannten wir uns noch – nach unserem Vorgänger-Trio – „FettesBlech“. Dieser Name fiel uns 2003 während einer geselligen Runde im Anschluss einer Probe ein und obwohl das damals schon von Sonja gespielte Saxophon ja nicht zu den Blechblas- sondern Holzblasinstrumenten zählt, so ist es doch überwiegend aus Blech gebaut.

Nach unserer Verschlankungskur im Jahr 2006/07 vom Trio zum Duo begannen nun auch so langsam internationale Auftritte hinzuzukommen und der Name „FettesBlech“ wurde im Ausland – trotz Übersetzung – immer missverstanden.

Bei einem Konzert in Frankreich im Jahre 2010 war es dann weder unserer Übersetzerin noch uns möglich gelungen, dem französischen Publikum das augenzwinkernde Wortspiel „FettesBlech“ (fett = hier Jugendsprache für: hervorragend, sehr gut) zu erklären. Kurzerhand beließen wir es dabei, uns mit unserem Nachnamen und dem Zusatz Duo vorzustellen. Auf Deutsch also: „Duo Höflich“.

Doch was macht der Franzose (und nicht nur der – auch in Spanien ist es uns so ergangen) mit dem wohlklingenden Namen Höflich?! Da im französischen weder das „H“ gesprochen wird noch das „Ö“ bekannt ist, klang es aus Franzosen-Mund immer so: „Duo Oflic“ … Das war uns dann doch zu blöd. Hier half uns dann unsere charmante Übersetzerin indem sie das Wort „höflich“ einfach ins französische übersetzte: „poli“ … voilà! … duopoli war geboren!!

classique inégale – Swing in der Barockzeit

Der Swing-Rhythmus wird gerne – wie beispielsweise auf Wikipedia – so erklärt: „Der Swing (von engl. swing, dt. schwingen) ist ein fließender, „schwingender“ Rhythmus, der besonders im Jazz verwendet wird.“

So weit so gut. Gerne wird mancherorts dieser Erklärung aber noch angefügt, dass der Swing-Rhythmus auch tatsächlich erst im 20. Jahrhundert von den Jazzern erfunden wurde. Das stimmt allerdings nicht. Denn schon bereits in der Barockmusik des 17./18. Jahrhunderts gab es den Swing-Rhythmus. Nur wurde er damals noch nicht swing genannt. Es war vielmehr eine Spielanweisung des Komponisten, die mit den Worten „Notes inégales“ beschrieben wurde. Notes inégales heißt nichts anderes als „ungleiche Noten“ – gemeint sind hier ungleiche Notenwerte. Man hat 3 verschiedene Arten, eine Folge von Achtelnoten zu spielen, unterschieden: „détaché“ = gleichförmige Achtel, „louré“ = leichte inégalité – etwa wie der Swing-Rhythmus im Jazz und „piqué“ = deutliche Absetzung der zweiten Achtel – vergleichbar mit punktierten Noten.

Wir gehen bei duopoli gerne einen Schritt weiter und spielen nicht nur die jazzigen Stücke des 20. Jahrhunderts im swing, sondern auch die komplette Klassik – sofern musikalisch möglich. Dem Ganzen haben wir auch einen Namen gegeben: „Classique inégale“ – ganz im Sinne unseres Credos: „Vom Sound her eher Klassik, vom Spirit eher Jazz.“